| VII. Häftlingstreffen in Bützow |
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20 Jahre nach dem Ende der Diktatur: Erinnern als Befreiung von der Vergangenheit?
Am 13. Oktober begrüßten der Bützower Bürgermeister und der Staatssekretär im Bildungsministerium, Udo Michallik, die Gäste. Die öffentliche Tagung am zweiten Tag umfasste Fachvorträge und eine Gedenkveranstaltung am 2008 eingeweihten Denkmal für die politischen Häftlinge im DDR-Strafvollzug in Bützow. Curt Stauss, Studentenpfarrer aus Merseburg in Sachsen-Anhalt, gab in seinem einleitenden Vortrag mehrere Antworten auf die Frage, wie kann eine Erinnerung an die DDR aussehen, damit sie uns die Augen öffnet. Der Publizist Udo Scheer erinnerte an den Dichter und DDR-Oppositionellen Jürgen Fuchs. In diesem Jahr wurde das Gedenken an die politischen Häftlinge von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Bützow eindrucksvoll gestaltet. Die ehemaligen Häftlinge zeigten sich sehr beeindruckt von der Annäherung der Jugendlichen an ihre Schicksale. Den Nachmittag prägte die Debatte um die Frage, wie können wir aus der Geschichte lernen. Prof. Dr. Anja Mihr (Universität Utrecht) gab wichtige Impulse mit ihren Überlegungen zu einer Menschenrechtsbildung, die sich auch auf eine kritische Auseinandersetzung mit der DDR-Geschichte stützt. |